Kurzüberblick
- An der alten Rennschlittenbahn am Fichtelberg laufen offenbar erste Rückbauarbeiten.
- Nach einer Vor-Ort-Beobachtung vom 7. Juni 2026 wurde die letzte Kurve hinter dem Zielhaus bereits teilweise entfernt.
- Wer sich das Gelände noch einmal ansehen will, sollte sehr vorsichtig sein: An mehreren Stellen ragen Eisenstangen und alte Kabel aus dem Boden.
Die alte Rennschlittenbahn am Fichtelberg verändert sich gerade sichtbar. Nach Vor-Ort-Beobachtungen vom Sonntag, 7. Juni 2026, haben dort erste Arbeiten begonnen. Besonders auffällig: Im Bereich hinter dem Zielhaus wurde bereits sichtbar in die letzte Kurve eingegriffen.

Damit dürfte ein Lost Place verschwinden, der für viele Einheimische, Fotografen und Urbex-Interessierte in den letzten Jahren zu den markantesten Relikten am Fichtelberg gehörte. Wer die alte Bahn noch einmal sehen will, sollte nicht zu lange warten.
Wichtig ist dabei aber auch eine klare Warnung: Dort, wo schon gearbeitet wurde, ragen aktuell Eisenstangen und alte Kabel aus dem Boden. Das Gelände ist damit nicht nur unwegsam, sondern stellenweise auch wirklich gefährlich. Wer hingeht, sollte aufmerksam laufen, nichts anfassen und besonders mit Kindern sehr vorsichtig sein.


Was aktuell vor Ort zu sehen ist
Nach der Beobachtung vor Ort ist nicht mehr nur Verfall zu sehen, sondern bereits echter Rückbau. Auf den aktuellen Fotos ist gut zu erkennen, dass vor allem im Bereich nach dem Zielhaus bereits sichtbar in die letzte Kurve eingegriffen wurde. Dazu kommen offene Bodenstellen, herausstehende Metallteile und alte Leitungen. Das spricht dafür, dass die Anlage jetzt nicht mehr einfach nur sich selbst überlassen bleibt, sondern aktiv verschwindet.
Eine offizielle Detailmitteilung zum Umfang oder Zeitplan dieser Arbeiten liegt bislang nicht vor. Sichtbar ist aber: Die Substanz der Bahn nimmt weiter ab.



Warum der Ort für viele besonders war
Die alte Rennschlittenbahn war lange mehr als nur ein überwucherter Betonrest im Wald. Für viele war sie ein Stück Wintersportgeschichte direkt am Fichtelberg – rau, still und mit genau dieser Mischung aus Verfall, Erinnerung und Aussicht, die man in Oberwiesenthal nicht oft findet.
Gerade weil der Ort nie geschniegelt wirkte, sondern immer ein wenig wie ein offenes Kapitel aus einer anderen Zeit, hatte er seinen eigenen Reiz. Wenn der Rückbau jetzt weitergeht, verschwindet auch ein Teil dieser besonderen Atmosphäre.
Die Geschichte der Bahn in Kurzform
Die Bahn gehört zur langen Wintersportgeschichte von Oberwiesenthal. Das Museum Oberwiesenthal beschreibt, wie sich der Ort vom schneereichen Erzgebirgsstandort zu einem prägenden Wintersportzentrum entwickelt hat. Der Rennrodelsport gehört ausdrücklich zu den Disziplinen, mit denen Oberwiesenthal international verbunden ist.
Zur alten Rennschlittenbahn selbst nennen dokumentierte Sekundärquellen vor allem diese Eckdaten:
- Ende der 1960er Jahre entstand am Nordosthang des Fichtelbergs eine rund 1.100 Meter lange naturvereiste Rennschlittenbahn.
- Die Bahn war als Fertigteilkonstruktion mit vertikalen Beton-Streifenelementen gebaut.
- Genutzt wurde sie in DDR-Zeiten unter anderem durch den SC Traktor Oberwiesenthal.
- Laut dokumentierten Sammlungen und späteren Beschreibungen wurde die Bahn bis zur politischen Wende genutzt.
- Teile der Strecke waren schon früher betroffen: Im Zuge neuer Skilifte und Pisten wurden bereits einzelne Abschnitte entfernt oder aufgebrochen.
- Das ehemalige Herrenstart-Gebäude wurde später zur Fichtelberghütte umgebaut.
Heute sind vor allem noch Reste der Trasse, Kurvensegmente und einzelne bauliche Spuren sichtbar – wobei genau diese Reste nun offenbar weiter verschwinden.
Ein letzter Besuch – aber bitte mit Vorsicht
Wer die Bahn noch aus eigener Anschauung erleben möchte, sollte das nur mit Vorsicht tun. Das Gelände ist kein gesicherter Ausflugspark. Durch die begonnenen Arbeiten, freiliegende Metallteile und alte Kabel ist zusätzliche Aufmerksamkeit nötig.
Als Fotospot und Zeitzeugnis ist die Anlage gerade in ihrer letzten Phase sicher noch einmal interessant. Gleichzeitig gilt: Der Ort ist im Umbruch – und genau das merkt man inzwischen deutlich.
Quellen und Einordnung: Vor-Ort-Beobachtung am 07.06.2026, Museum Oberwiesenthal / Wiesenthaler K3, VIMUDEAP-Dokumentation zur Rennschlittenbahn am Fichtelberg, ergänzende regionale Sekundärquelle ins-erzgebirge.de.
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.
